
Uetikon, 5.5.25
Dear Classic Car Driver
Die Stimmung am 4.5.25 um 16 Uhr auf der Autobahn dem Sempacher See entlang Richtung Luzern war alles andere als frühlingshaft. Die etwas gealterten Wischerblätter des P6 gaben sich zwar alle Mühe, dem Fahrer etwas Sicht zu verschaffen, der Erfolg der Bemühungen hielt sich allerdings in Grenzen…
Dabei hatte es so schön angefangen, im Spilhöfler zu Uitikon. Wohl etwas frisch, aber doch sonnig. Und die Anfahrt quer durch Zürich ging ebenfalls beinahe unwirklich flott vonstatten. Beste Voraussetzungen also für die Eröffnung der Fahrsaison 25-26.
Die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich dies wohl genau so ebenfalls vorgestellt, als sie sich anmeldeten – und waren dann letztendlich doch etwas überrascht: mehrmals habe ich gehört, dass man sich gar nicht bewusst war, wie doch ordentlich gross unser Club ist.
Auto um Auto erscheint - noch nicht alle Classic Cars sind allerdings fit or fun - und auch nicht für die angesagten Regenmassen, die da kommen sollen.
Nach KaGi und Orientierung betreffend Tagesablauf machte sich der zweigeteilte Pulk auf die Räder.
Die Route, die Bruno eigentlich vorgesehen hatte, bleibt wohl den meisten der Teilnehmer unbekannt, denn immer wieder fuhren ein paar Autos irgendwo durch, nur nicht auf der Original-Strecke (so ganz ausgenommen von dieser Aussage ist auch der Autor nicht – trotz hochstehender Navigation durch seine Ehefrau…). Aber die schöne Gegend via Freiamt Freiamt – Baldeggersee – Sempachersee entlöhnte für die Kartenlese-Stops und vereinzelten Wendemanöver (und liess sicher keine Langeweile aufkommen).

Immerhin: beim Kaffeehalt in der Nähe und Sichtweite des inzwischen historischen Sendeturms Beromünster fanden sich so nach und nach wieder alle ein, um nach einem Flüssigkeitsaustausch die letzten paar Kilometer bis zum Ziel, dem Burgrain in Alberswil, zu absolvieren.
Wohlverdienter Kaffeehalt im Chommle bei Gunzwil (WER hat vor dieser Ausfahrt jemals von diesen Orten gehört???) mit CCC-üblich chaotischem Start....
Das Mittagessen war vorbildlich: zügig serviert, sehr nettes Personal, das Essen wirklich sehr gut – einfach stimmig trotz eines vollen Hauses.

Das leichte Chaos setzt sich bei der Ankunft im Hof Burgrain fort (WO ist Bruno???) Schliesslich sassen dann aber alle am Tisch,,,
Was aus dem Einleitungsbild wurde (Belinda)

Von alledem liessen sich allerdings die Stars unserer Reise, die Bienen von Josef (Sepp) Brunner nicht irritieren – eher schon durch den inzwischen aufgekommenen Nieselregen und die damit verbundenen, deutlich tieferen Temperaturen.
In einem rund 45 minütigen Vortrag erfuhren wir unglaublich viel Wissenswertes über die fleissigen Tierchen (wie ein uns naheliegendes Beispiel zeigt: es braucht rund 100’000km Bienenflug für 1kg Honig….).
Mit viel Enthusiasmus erklärt uns Sepp Brunner die Welt der Bienen
Allein schon diese Führung war für mich die Reise wert. Zwar hatten wir uns seinerzeit in der Primarschule in der 6. Klasse über Wochen intensiv mit den Bienen beschäftigt, aber in der heutigen Zeit ist einerseits der Wissensstand gewachsen, und andererseits gibt es heutzutage Probleme für die Bienen, von denen man damals nicht einmal träumte, wie Zubetonieren der Landschaft, Verlust der Magerwiesen, was eine massive Reduktion des Lebensraumes und der Ernährung verursacht – ja, und nicht zuletzt die Varroamilbe, die den Beständen massiv zusetzt, wenn sich die Imker nicht intensiv mit deren Ausrottung beschäftigen.
Bezüglich Heimfahrt – naja, hierzu verweise ich auf den Beginn dieses Berichtes.
Immerhin sind alle wohlbehalten zuhause angekommen, dies trotz der Lightshow an der Hinterseite des Rovers und dem temporären Hickup der Benzinpumpe von Andrés 240.
Unser Dank gebührt Bruno Waldis, der uns viel Neues beschert hat – einerseits Strassen, die wir noch nie gefahren sind und andererseits eine Einführung in ein faszinierendes Gebiet, das ebenfalls für die meisten Neuland war.
Ich kann mir gut vorstellen, dass hinfort der eine oder die andere mit einem neuen Bewusstsein den Honig aufs Butterbrot streicht…
Yours very sincerely
Urs
Die Startaufstellung von Mensch und Maschine aus der Sicht von Karl
Bilder von Angela, die die wunderschöne Stimmung auf der Hinfahrt zum Hof Burgrain zeigt.


.... und schliesslich die Eindrücke von Stefan - inclusive Waldhonig









