
Uetikon, 6.7.25
Dear Classic Car Driver
Was um alles in der Welt haben denn amerikanische Militärvehikel mit einem PicNic eines Autoclubs zu tun, in dem sich alte englische Autos tummeln?
Dies wird sich die eine oder der andere zu recht fragen.
Die Antwort findet sich nachfolgend und hängt eng mit der Vorliebe des Organisators für militärische Technologie im Allgemeinen und die Schweizer Armee (zumindest als sie noch so benannt werden konnte…) im Speziellen zusammen.
Start auf dem Horgenberg

Bei bereits ordentlich hohen Temperaturen traf sich der CCC auf dem «Home Turf» des Horgenberg unter einem wolkenlosen Himmel mit wunderbarer Aussicht auf den Bergweiher zu Kaffee und Gipfeli. Dergestalt gestärkt machte man sich alsdann auf die Route (ausser einem, der wollte noch nicht so recht; aber unter Zuhilfenahme von genügend Manpower erwachte auch dieser Veteran und machte fürderhin brav im Konvoi mit).
Eintreffen beim Restaurant Kreuz bei Kaffe und Gipfeli - sowie engagierten Gesprächen
Militärsammlung Meisterschwanden

Nachdem wir den Hirzel und den Flaschenhals der oberen Sihlbrugg geschafft hatten führte uns Fredi über erfreulich wenig frequentierte Strassen zu Zwischenziel, der Militärsammlung Meisterschwanden – und damit löst sich auch die eingangs gestellte Frage….
Es ist schon beeindruckend:
Beinahe lückenlos (so schien es uns zumindest) ist hier das Arsenal der Schweizer Armee seit rund 80 Jahren angesammelt und ausgestellt. Was fehlt, sind die schweren Waffen (Kanonen, Geschütze), sowie Flugzeuge und Panzer. Aber sogar ein Patrouillenboot steht hier, eines der ganz wenigen, die je gebaut wurden.
Die Männer unter uns fühlten sich mit teilweise ordentlich gemischten Gefühlen irgendwie heimisch unter all diesen Exponaten….
Ebenso beeindruckend ist, dass all dies wohl definitiv weggeschmissen worden wäre, hätte sich nicht ein engagierter Sammler zu beinahe 100% für den Erhalt engagiert. Was dies alles dereinst gekostet hat, wage ich gar nicht erst nachzuforschen – nur, um ein paar Jahre nachher in den Ruhestand befördert zu werden. Wobei dies selbstverständlich jederzeit einem Einsatz im Ernstfall vorzuziehen ist…
Die eindrückliche Militärsammlung in Meisterschwanden - um alles einigermassen zu verdauen, müsste man sicher mindestens einen Tag hier verbringen....
Endlich: das PicNic...

Bald darauf erreichten wir unser Ziel (am Schatten – mindestens die Software, nämlich wir – die Autos mussten teilweise in der Sonne braten). Fredi schafft es immer wieder, irgendwo in der Schweiz eine Waldhütte zur organisieren, wo wir in Ruhe unser PicNic abhalten können so auch diesmal: da wir ja alle älter werden, schätzen wir den Komfort von fliessend Wasser, Tischen und Bänken zunehmend, obschon dies von der ursprünglichen Idee eines PicNic etwas abweicht.
Schon bald machte die Glut der sengenden Sonne Konkurrenz, und der bekannte Duft nach Gebratenem breitete sich aus.
Nach gehabtem Mahl und viel Flüssigkeit war dann auch bereits wieder Einpacken angesagt, und nach nicht sehr erfolgreichen Versuchen, mit Lüften die Autos etwas abzukühlen (zumindest die geschlossenen), wurde der Heimweg unter die Räder genommen (noch eine Anmerkung zu den Autos: diejenigen, die ein weisses Exemplar fuhren, waren definitiv diverse Grade Celsius oder Fahrenheit im Vorteil!).
Am Ziel: same procedure as every year....
Herzlichen Dank, Fredi und Christine, es war einmal mehr ein wunderschöner Anlass, der in die Annalen eingehen wird.
Yours very sincerely
Urs





















































