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Hier geht es zum Jahresprogramm 2024/2025 des Classic Car Club Horgenberg.

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Mai 2022

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Uetikon, 8.5.22

Dear Classic Car Driver

Die Classic Car Szene hat gewaltig Fahrt aufgenommen, man ist jedes Wochenende wieder vor die Wahl gestellt, welchen der vielen Anlässe, die nun endlich wieder stattfinden, man besuchen will…

Das ist natürlich sehr gut so, auf diese Art und Weise kommen unsere Classic Cars endlich wieder unter die Leute (die, ich wiederhole es gerne immer wieder) grossmehrheitlich ihre Freude daran haben.

Dies hat unser kleines Trüppchen erfahren, als wir anlässlich der Swiss Historic Vehicle Days ennet dem Albis zwei kleinere Anlässe besuchten (an den grossen kann man, wie oben erwähnt, ja beinahe jedes Wochenende irgendwo teilnehmen).

Da wir ja inzwischen die Fahrzeuge im Grossraum Zürich mehr oder weniger alle kennen, war ich gespannt auf die Auswahl, die sich in Muri AG bei der Garage Louis Frey präsentieren würde. Ich wurde nicht enttäuscht: nicht nur auf dem Vorplatz fanden sich immer mehr interessante alte Autos ein, die ich zum Teil schon jahrzehntelang nicht mehr zu Gesicht bekommen habe; auch im Innern der frei zugänglichen Autowerkstätte (Garage wird diesem Traditionsbetrieb, der inzwischen in der dritten Generation Louis Frei betrieben wird, nicht gerecht) fanden sich Trouvaillen jeglicher Art und Couleur – eine wahre Aladin-Schatzkammer für jeden Classic Car Fanatiker. Ein einziger, relativ kurzer Besuch wie der unsrige reicht niemals, um alles zu sehen und alle Eindrücke zu  verarbeiten.

Nein, es ist kein Fehler des Kamera-Sensors (Nikon's Finest), dem nostalgisch-antiken Thema entsprechend habe ich die Bilder etwas angepasst. Allerdings: die Benzinpreise an der modernen Tankstelle bringen einen ziemlich rasch in die Gegenwart zurück...

Es gab in Muri sehr viel zu bestaunen, insbesondere das alte Pannenfahrzeug mit sehr viel Patina (wie man heute sagt, früher wäre es eine Rostlaube gewesen und selber ein Abbruch-Objekt…), das Rennfahrzeug mit 27 Liter Rover Meteor Motor (Verbrauch ca 1l/km, was aber wieder eher bescheiden wirkt im Vergleich zu den mindestens 10l/km im Centurion-Panzer, aus dem der Motor stammt….) oder aber auch der Vorkriegs-Oldsmobile, der getunte Fiat 500, das extrem rare DKW Monza Coupé – aber man schaue selbst, was es alles zu entdecken gab.

 

Von Muri nach Knonau ist es nicht weit, und so «machten wir den Rank», um auch noch die «British Classic Cars» zu besuchen. Auch dies ein eindrücklicher Familienbetrieb, allerdings von einer völlig anderen Art: neu gebaut und eingerichtet präsentiert sich alles beinah klinisch sauber und perfekt geordnet – mit Kaffeebar und Accessoire-Shop, bei dem sich insbesondere Petra ausgiebig aufhielt (nicht weil sie besonders viel kaufte, sondern weil die Auswahl der Fahrerbrillen die definitive Entscheidung stark verzögerte…).

Völlig anders, aber ebenso sympathisch präsentiert sich die British Classic Cars Garage in Knonau – insbesondere gefällt nicht zuletzt das sehr angenehme Ambiente der Kaffee-Bar und des Accessory-Shops.

So haben wir unseren Beitrag geleistet und unsere Classic Cars dem Publikum schmackhaft (und dies nicht nur in Form von Abgasen) gemacht – so hoffe ich zumindest.

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Irgendwie gewagt war der Entscheid schon: draussen schiffts, und ich beschliesse, ausnahmsweise auf die diversen Wetter-Apps zu vertrauen und die Frühjahrsanfahrt ohne Dach unter die Räder zu nehmen.

Die Rechnung ist aufgegangen, wie man sich unschwer anhand der Bilder versichern kann.

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Kühl wars zugegebenermassen schon am Sonntag Morgen, aber zumindest zeigte sich die Sonne. So schlecht konnte es wohl nicht sein mit den Prognosen.

So dachten wohl auch die anderen Teilnehmer, die sich nach und nach in Gossau zum Start zur Blustfahrt in den Thurgau eintrafen.

Zunächst aber mussten die diversen «Höger» des Zürcher Oberlandes überquert werden – mit KG-Halt auf der Ghöch, wo man sich auch gleich wieder etwas aufwärmen konnte.

Kühler Start in Gossau, Kaffeehalt auf der Ghöch, Fahrt an den Bodensee, Mittagessen…

 

Nachher wurde dann die Strecke so richtig wunderschön: auf leeren Strassen kurvte die Kolonne durch das Hinterland des Kantons St Gallen, wo es effektiv den Eindruck machte, als ob die Zeit während der letzten 50 Jahre stillgestanden sei. Dies, verbunden mit dem zunehmend blauen Himmel, verziert mit Maiwölkchen, machte, dass die Fahrt ihrem Namen vollumfänglich gerecht wurde.

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Nach dem ausgezeichneten Mittagessen wurden dann auch weitere Verdecke verstaut, und der Tross bewegte sich Richtung Arbon zum nächsten Zwischenziel, dem Saurer-Museum.

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, alles zu beschreiben, was es dort an automobilistischen und (weberei-)technischen Schätzen aus den letzten 150 Jahren Industriegeschichte zu sehen und zu bestaunen gibt. Es erstaunt allerdings immer wieder, wie genial unsere Altvordern auch – oder besonders – in diesem Gebiet waren. Saurer ist dafür ein besonders gutes Anschauungsbeispiel:

All die Erfindungen, sowohl im Bereich Nutzfahrzeuge (zB der Schnelläufer-Dieselmotor) oder aber auch die bahnbrechenden Innovationen im Bereich der Weberei und Stickerei müssen einem grossen Respekt abfordern und lassen gleichzeitig ein gewisses Frustrationsgefühl zurück, weil all dieses Wissen und Können einfach weg ist – aus einem eigentlichen Weltkonzern wurde, nicht zuletzt durch falsches Management, eine Firma, die nur noch im Namen existiert und mit der einst so stolzen Adolph Saurer Arbon ansonsten nichts mehr gemein hat. Schade, einmal mehr.

Überwältigende Eindrücke im grosszügig angelegten Saurer-Museum unter Leitung von äusserst kompetenten und sympathischen Museumsführern, die gleichzeitig auch im Museum mit der Restauration von Maschinen und Fahrzeugen tätig sind.

 

Aber wir waren doch etwas stolz zu sehen, was die Schweizer bereits vor 150 Jahren alles gekonnt haben.

Der Heimweg führte uns via Herisau – Wattwil – Ricken wieder an die heimischen Gestade des Zürichsees, dies trotz 1. Mai ohne irgendwelche Staus oder Demos.

Last but not least möchte ich dem geneigten Leser/Betrachter die gelungene Bildergalerie von Christian Neidhart, dem ich an dieser Stelle einmal mehr herzlich für seinen Beitrag danke, nicht vorenthalten:

Ein gelungener Saison-Auftakt, es kann gerne so weitergehen…

Yours very sincerely

Urs