Oktober 2016

Offensichtlich waren viele der CCCler noch ganz erschöpft von den Strapazen des Weekends, jedenfalls fand sich lediglich eine kleine Gruppe der Hardcore-Drivers an der nebligen Rickenstrasse ein. Vielleicht hat es auch an der ganz un-sonntäglich frühen Uhrzeit des Starts gelegen?
Jedenfalls kann bereits jetzt schon vorweg genommen werden, dass sich Michi wie gewohnt, mächtig ins Zeug gelegt hat, um den Teilnehmern einen spannenden Sonntag zu organisieren. Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst, das kann man wohl mit Fug und Recht behaupten.
Es stand der Besuch des Zeppelin-Museums in Friedrichshafen auf dem Programm, dazu mit einer eigens für uns arrangierten Führung mitsamt Parkgelegenheit für unsere Preziosen innerhalb der Zeppelin-Halle. DAS wollten wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen und erhoben unsere müden Häupter frühmorgens, um ja rechtzeitig beim Start einzutreffen.

Die Classic Cars warten draussen - nur die ganz Harten haben bereits das Dach versenkt
Da der MK2 inzwischen wieder seinen Dienst so verrichtet, wie ich es mich ursprünglich gewohnt war (nach Austausch des Tanks, dessen Versiegelung wegen des „neuen“ Benzins eine Metamorphose zu einer Art Kaugummi durchgemacht hatte, die in der Folge sämtliche Leitungen verstopfte), erreichten wir unser erstes Etappenziel zeitgerecht.
Zwischenhalt im Thurgau - zum Aufwärmen und Stärken
Die Fortsetzung war dann auf Grund des grosszügigen Zeitplans sehr entspannt, und wir konnten die Strecke bei zunehmend blauem Himmel so richtig geniessen – ebenso wie dann die Fahrt auf der Fähre über den Bodensee (dort allerdings sorgte die sehr steife Brise für einen Vorgeschmack auf die kommende Saison….).
Wir harren der Fähre - und Marcel versenkt das Dach ebenfalls. Die Lehrerin macht sich am Motor des XK die Finger schwarz.... Steife Brise weht über den Bodan.
Die Zeppelin-Konstruktionswerkstatt war dann der Höhepunkt:
Wir lernten, dass es sich bei diesen fliegenden Zigarren um eigentliche Hightech-Flugkörper handelt, in denen es sich sicherer reisen lässt als in jedem Auto (das war bereits bei den ursprünglichen Luftschiffen so, nur war natürlich die Technik noch nicht so weit fortgeschritten – insbesondere beim Gas zu Befüllung, bei dem es sich heute selbstverständlich um Helium und nicht mehr um Wasserstoff handelt).
Was besonders eindrücklich war, war, wie klein sich unsere Autos in der riesigen Halle ausnahmen. Wir hätten problemlos einen Slalom im Innern des Hangars austragen können….

Nach dem Mittagessen im Museums-Restaurant führte der Rückweg entlang des Bodensees nach Stein am Rhein. Diese Fahrt wurde leider etwas beeinträchtigt einerseits durch den einsetzenden Nieselregen, sowie andererseits durch die vielen Sonntagsfahrer, die bisweilen ein Fortkommen beinahe verunmöglichten…. Deutschland ist in dieser Hinsicht wohl nicht besser als die Schweiz.

Ziel in Stein am Rhein
Im Trockenen aussteigen ist doch viel komfortabler als im Nieselregen sich das Wasser vom Dach in den Kragen laufen zu lassen


Kaffee und Kuchen als passenden Abschluss vor der Heimfahrt
Kaffee und Kuchen beendeten den ereignisreichen Tag, es blieb wie immer die Rückfahrt im Kolonnenverkehr. Michi und Evelin sei herzlich gedankt – es war ein spannender Sonntag!
Yours very sincerely
Urs

