Programm

Hier geht es zum Jahresprogramm 2019 / 2020 des Classic Car Club Horgenberg.

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Kontakt

Für Fragen und Anmerkungen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.

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Technical Section

(Hoffentlich) nützliche Tips, Tricks und Kniffe.

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THE BEGINNING

Swallow bis S.S.
SS Jaguar bis Mk V

THE FIFTIES

Die Strassenmaschinen:
XK 120, Mk VII, XK 140, Mk VIII, Mk IX, XK 150, 2.4/3.4

Die Renn- und Sportmaschinen:
C-Type, D-Type, XK-SS

THE SIXTIES

Mk2, 420, 3.4 S, 3.8 S, Mk X/MK 10, 420G, E-Type (6-Zylinder), XJ6 (S1-S3), XJ12 (S1)

THE SEVENTIES

E-Type V12, XJ12 (S2 und S3), XJ-S

THE EIGHTIES

XJ6 (40), XJ12 (40)

SPECIAL JAGUARS

XJ13, Broadspeed XJ12, TWR, XJ220

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Uetikon, 30.12.2020

Dear Classic Car Driver

 

It was well and truly magnificent.

Ich denke, dies fasst die 4 Tage treffend zusammen, die Alois, sozusagen against all odds den Teilnehmern am CCC Weekend 2020 beschert hat.

Bereits im Vorfeld hatte er mit wohl allen Widerwärtigkeiten zu kämpfen, die einem Organisator in den Weg geworfen werden können: Hotels, die unvermittelt von der Bildfläche verschwanden, obschon bereits eine Buchung vorgenommen worden war, Mitglieder, die sich sozusagen im Wochentakt an- und abmeldeten, Corona-Sperren, die alles, aber nicht berechenbar waren…

Aber, er hat es geschafft, all dies (beinahe) immer mit der nötigen Ruhe zu meistern. Und die  sieben Teams, die ordentlich anspruchsvolle Strecke absolvierten, waren denn auch entsprechend motiviert und dankbar – es funktionierte wirklich alles, vom Tankhalt (für Autos und Crews) über die Verpflegungsstellen bis zu den Betten. Perfekt.

Und dies in Frankreich zu Corona-Zeiten (das blöde Virus schwebte irgendwie immer über uns, ohne uns allerdings zu erwischen – aber die maskentragende Bevölkerung erinnerte uns trotz des schönen Wetters an die unangenehmen Situation).

 

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 Es war «cheibe früeh», als wir bereits aus den Federn mussten, um pünktlich in Zwingen zum Start zu erscheinen – und dort dann auch noch den Tank zu füllen.

Aber es klappte alles, und ohne Verpätung konnten wir die Route unter die Räder nehmen. Leider war es mir wegen dem sich rasant verschlechternden Hüftgelenk nicht vergönnt, einen wirklich alten Classic Car auf die Reise mitzunehmen, so «mussten» wir mit dem Double Six «vorlieb nehmen», welcher für die vorgesehene Strecke nicht unbedingt das ideale Fahrzeug war. Ein XJ ist nun mal keine Berggeiss…. Aber dafür mit Klima-Anlage ausgerüstet und seeeehr komfortabel.

Auf einer wunderschönen kurvigen Strecke erreichten wir das erste Etappenziel, St-Hippolyte.

Weiter gings in flottem Tempo auf einer wiederum prächtigen Strecke, auf der die Lenkungen der Autos und die Aufmerksamkeit der Fahrer mehr oder weniger stetig vollumfänglich gefordert waren durch den grenznahen französischen Jura nach Ville du Pont, wo unser das Mittagessen harrte – welches übrigens ganz und gar der Qualität der Streckenführung entsprach: gediegen.

 

Die Nachmittags-Etappe führte uns weiter durch mir meist völlig unbekannte Gegenden und Orte zunächst zum Tankhalt, der schon deswegen erwähnenswert ist, weil beim nicht originalen Tankdeckel von Vanessas Mini der Schlüssel à Niveau abbrach (in geschlossenem Zustand natürlich), was beim Berichterstatter einen kurzen Temperamentsausbruch zur Folge hatte. Nun ja, schlussendlich war der Stutzen frei zugänglich und der Tank konnte gefüllt warden. Schlauerweise hatte Vanessa den originalen Deckel ebenfalls dabei, der nach etwas Improvisation schliesslich auch noch dicht war, und so konnte die Reise Richtung Passernans (noch nie zuvor gehört…) zum Logis Domaine du Revermont weitergehen, wo wir – eben – Logis bezogen. Schade nur, dass wir keine Badekleider mitgenommen hatten, Platz wäre ja im Überfluss vorhanden gewesen.

 

 

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Der Start erfolgte zwar pünktlich, aber für Vanessa schon kurz nach der Abfahrt mit einem Knall.

Und der Mini stand in der ersten Steigung nach der ersten Abzweigung. Wunderbar.

Aber da ich das Auto kurz vor der Reise nochmals gründlich kontrolliert und gewartet hatte, konnte eigentlich nichts Verheerendes geschehen sein.

Tatsächlich war ein Kabel an der Zündspule wegvibriert worden – nach dessen Re-Montage war das Problem dann auch behoben. Aber natürlich waren unsere Gschpänli inzwischen verschwunden, und so musste der Mini alles geben, um wieder aufzuholen (was dann auch nach kurzer Zeit erfolgreich absolviert werden konnte).

Kurz darauf konnten wir staunend die Aussicht vom Cirque de Ladoye geniessen – ungestört von weiteren Touristen….

Nach erfolgreichem Kaffeehalt in Grande Rivière mit prächtiger Aussicht auf den Lac de l’Abbaye ging die Kurverei weiter, derweil die Mini-Bremsen trotz Rundumerneuerung zwar quietschten wie Weltmeister, jedoch nur Verzögerungswerte erreichten, die allenfalls einem Austin Seven zur Ehre gereicht hätten. Nur hatte letzteres Modell noch kleinere Trommeln und Kabelzüge…

Dieses Geräusch sollte insbesondere die Besatzung des kleinsten Autos des Trosses hinfort stetig begleiten. Beim Passieren von St Claude konnte ich mit grosser Befriedigung feststellen, dass trotz weltweiter Verunglimpfung von Tabak und Zubehör die Pfeifenmanufaktur Chacom einen sehr lebendigen und neuen Eindruck machte und sogar Fabrikführungen anbot, die ich eigentlich gerne  mitgemacht hätte. Aber der Fahrplan liess solcherlei Eskapaden natürlich nicht zu, und so gesellten wir uns nach einem weiteren Gros wunderschöner Kurven wieder zu den beiden TRs auf dem grossen Parkplatz des Logis Hôtel Le Pré Fillet, wo das Mittagessen verzehrt wurde (viel zu viel, wie üblich, aber sehr schmackhaft).

 Am Nachmittag standen die ersten beiden offiziellen Cols auf dem Programm. Die harmlosesten, wie uns Alois im Vertrauen mitteilte… Entsprechend zügig wurden sie überquert, nicht aber ohne die prächtige Aussicht gegen Osten anlässlich eines Photohalts beim Punkt mit dem wohlklingenden Namen  Bévedère du Cuvéry et du Catray zu geniessen. Sogar der Genfersee konnte ausgemacht werden (siehe Tele-Aufnahme von Christian) – so nahe bei der Schweiz waren wir und für uns doch so unbekannt die Gegend!

In Seyssel, nach Überqueren der markanten Brücke (siehe Galerie Christian), erfolgte die letzte Verschnaufpause vor der letzten Etappe von heute, die rege zum Auffüllen, des Flüssigkeitsbedarfs, respektive des Austausches von Flüssigkeiten, von Hund und Mensch genutzt wurde.

Im Aufstieg zum letzten Hügel vor Annecy begann unvermittelt der Motor des Double Six zu husten und zu stottern – und quittierte schliesslich seinen Dienst.

Ziemlich blöde Situation, da der V12 nicht unbedingt Strassenrand-wartungstauglich ist. Naja, vielleicht hatte die Benzinpumpe etwas warm gekriegt bei all der Schleicherei vorhin. Also, alle Koffer raus und Deckel weg – und warten. Tatsächlich, beim ca 5. Versuch lief der Motor wieder an, als ob nichts gewesen wäre….

Ergo: Koffer wieder rein (kein Vergnügen) und weiter. Das Funkgerät funkte zwar, jedoch wegen der inzwischen zu grossen Distanz, ohne die Gegenstation zu erreichen. Zum Glück funktionierte das Telephon, und so trafen wir unsere Truppe bei der Tankstelle wieder, von wo es dann nicht mehr weit zum Ziel war.

 Angesichts meiner etwas überstrapazierten Hüfte und der zu erwartenden Etappe von morgen verzichtete ich auf das lockende Nachtessen und hütete die Hunde, um dann bald schon in die Federn zu kriechen.

 

 

 

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Da ich seit längerem (ebenfalls wegen der Hüfte…) keinen Wecker mehr brauchte, erwachte ich früh und humpelte auf dem Gelände herum, auf der Suche nach dem Frühstück. Glücklicherweise waren Alois und Judith ebenfalls keine Langschläfer, und so konnten Sie mich zu den Futtertrögen weisen.

Nach erfolgter Tat, der üblichen Packerei und dem TPD am Auto setzte sich die Kolonne wieder in Bewegung – niemand wollte die einfache Route wählen, die Alois wegen der zu erwartenden Höhenmeter und Serpentinen im Angebot hatte.

Bald schon befanden wir uns mitten in den Bergen mit schmalen Strassen, vielen engen Kurven (wie bereits an anderer Stelle erwähnt, nicht das Jagdgebiet des Double Six – allerdings mit Sperren des Automaten in der ersten Stufe gings ganz flott, nur die Geräusche, die dann der Automat in höheren Drehzahlen von sich gibt, sind nicht unbedingt ein Ohrenschmaus…).

Ohne Murren seitens der Mechanik und ohne Überhitzungssymptome erreichten wir erst einmal die Passhöhe des Col du Blandon, wo die Roadster-Fahrer ihre Autos vom zahlreichen Publikum bewundern lassen konnten – und die Hunde durften auf dem Strassenschild für das Erinnerungsbild posieren.

Leider konnten wir im Abstieg die berühmten 3 Matterhorn-Imitate wegen des Dunstes nicht sehen, aber Christian machte sich anstelle des Kaffeehaltes nochmals auf, zurück zur Aussichtsstelle und schaffte es tatsächlich, die 3 markanten Gipfel auf den Sensor zu bannen (siehe seine Bildergalerie). Derweil machte sich der Rest der Besatzungen im Freien beim Kaffee gemütlich.

Da noch 2 weitere ordentliche Pässe auf dem Programm standen, drängte bald schon wieder die Abfahrt, Ziel Col de la Croix de Fer.

Leider war auch diese Passhöhe bereits beinahe überbelegt, aber wir schafften doch die obligaten Gruppenbilder – Hunde und Leute.

Der Abstieg von diesem Col brachte die Mini-Bremsen definitiv an ihren Anschlag, sodass ich mich genötigt sah, vor dem Mittagessen in Saint-Jean-de-Maurienne, zur Sicherheit diese einmal mehr nachzustellen und zu entlüften, um wenigstens frische Bremsflüssigkeit in die heissen Zylinder zu befördern. Etwas besser war es dann wenigstens…  quietschen taten die Bremsen aber weiterhin unverdrossen.

Nach dem excellenten Mittagessen (Alois ist Weltmeister im Aufspüren von Restaurants, in denen sich gediegen speisen lässt – also nie ein Risiko diesbezüglich, wenn er einen Anlass organisiert…), war der Col de l’Iseran angesagt. Dies liest sich im Nachhinein recht locker, aber die Anfahrt zu diesem Pass war nicht ganz ohne – aber wie auf dieser Reise üblich, wunderschön, landschaftlich und strassenmässig. Sogar der Verkehr hielt sich in angenehmen Grenzen.

Nach einem weiteren Notdurft-Halt, den yours truly nutzte, um die Mini-Bremsen nochmals einem MPD zu unterziehen, gings dann erst einmal bergauf. Hier zeigten die einen CCs erstmals etwas Ermüdungszeichen, der TR6 begann als Folge der Höhe über Meer gewaltig zu rauchen und reziprok dazu, Leistung zu verlieren, sodass er unter Einräuchern der Nachfolgenden gerade noch so knapp über die Anhöhe gelangte…

Der Mini hingegen fühlte sich bergauf sehr wohl, erst gegen Val d’Isère hinunter tauchten die bekannten Phänomene wieder auf….

So war nach dem Zimmerbezug einmal mehr der Bremsservice angesagt, der in Angelas Bildergalerie festgehalten ist…

Anschliessend an das «Rahmenprogramm» (Nachtessen) tauchten alle, incl. Hunde, doch ordentlich müde in die Betten – morgen sollte es schliesslich mit unverminderter Härte weitergehen.

 

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3-Länder-3-Pässe-Fahrt.

Wie trübselig selbst berühmte Ski-Resorts in der toten Saison aussehen, wurde uns auf der Fahrt hinunter zum Tankhalt nach Bourg St Maurice wieder einmal so richtig schön vor Augen geführt…

Für heute standen die beiden St Bernards auf dem Programm – wobei anzumerken ist, das der grosse zwar schon Grand heisst, punkto Streckenführung und Fahrspass ist jedoch der Kleine durchaus vergleichbar, wenn nicht sogar überlegen.

Oben auf dem Kleinen verabschiedete sich dann das erste Team (TR6), da neben dem Höhenkoller vom Vortag auch der Hauptbremszylinder Flüssigkeit zu verlieren begann – und das war der Crew dann doch zuviel des Risikos.

Etwas dezimiert setzte der Rest-Pulk nach Italien über, um nach einer eher langweiligen Etappe (leider unvermeidbar) sogleich die Nasen wieder Richtung Norden zu drehen, um gleich auch noch den Grossen zu erklimmen. Oben angekommen versorgten wir uns dann mit Kalorien und Mitbringseln (der Plüsch-Barry schaut mir aktuell bei meiner Arbeit zu…), die letzten Erinnerungsbilder von Maschinen und Bergen wurden auf Sensoren gebannt, und dann gings auch schon wieder los Richtung Martigny und damit der Schweiz – ja, auch die schönen Erlebnisse im 2020 sind leider endlich….

Unten im Tal verabschiedeten sich Team Healey und Team Mini (letzterer hatte sich bis hierher wirklich tapfer gehalten, dies inmitten von bis zu 5mal hubraumstärkeren «Kollegen» - die weitere Heimfahrt sollte also nun wirklich nach all dem Gefahrenen kein Problem mehr sein).

Der Schrumpf-Konvoi absolvierte die heisse (und ebenso unvermeidlich langweilige) Strecke durch das Wallis, um dann über eine Nebenstrasse nach St-Luc zu gelangen. Wäre zumindest der Plan gewesen, leider  ist jedoch das Schweizer Baustellen-Phänomen bis ins Wallis zu spüren, diesmal in Form einer Sperrung ebendieser Strasse. Also nochmals zurück ins Tal – und dann die reguläre Route bis zum Hotel Bella Tola in St-Luc.

Dieses Hotel entschädigte uns dafür für all die in den letzten 2 Stunden erlebten Strapazen in Form eines sensationellen Zimmers mit Panorama-Ausblick über das Val d’Anniviers – wunderschön.

Im kleinen Rahmen wurde das Abendessen genossen, und so fand offiziell dieses denkwürdige Weekend seinen entsprechend würdigen Abschluss.

 

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Morgenpanorama am Montag - beinahe schade, jetzt heimzureisen....

 

Der Montag war gekennzeichnet durch individuelle Heimreise.

Von noch einen Tag hier bleiben über Furka-Grimsel bis zur Autobahn (langweilig, aber schnell und bequem….) reichte das Spektrum.

Aber alle erreichten wir letztendlich, vielleicht etwas müde, aber zufrieden die heimischen Gefilde.

Unser herzlicher Dank gebührt Alois, der sich im Vorfeld wirklich sozusagen beide Beine ausgerissen hat, um uns trotz aller Widerwärtigkeiten, die ihm dabei untergekommen sind, ein sensationelles Wochenende mit viel Fahrspass und hervorragendem Essen zu ermöglichen.

Dies ist ihm vollumfänglich gelungen.

Nicht zu vergessen der Dank auch an Judith, die mit immer guter Laune und fröhlichem Gesicht all die Strapazen mitgemacht hat.

 

Sehr erfreulich aus meiner Sicht ist natürlich, dass keiner der alten Göppel aus irgendeinem Grund liegengeblieben ist. Die alte Englische Mechanik ist also doch sehr viel zuverlässiger als gemeinhin angenommen wird!

Yours very sincerely

Urs

 

Nachfolgend Bildergalerien weiterer Teilnehmer, die ich dem werten Publikum nicht vorenthalten möchte:

Galerie Christian

Galerie Angela

Galerie Petra