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Februar 2015

Uetikon, 8.2.15

Dear Classic Car Driver

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Was gibt es schöneres, als an einem grauen, kalten Tag von einem Anlass im vergangenen Sommer zu schreiben, als die Hauptprobleme einerseits in der Verhütung eines Sonnenbrandes und andererseits die Kühlwasser-Temperatur des XK140 waren…. Im Moment kaum vorstellbar!

Aber dennoch ist es so. Ich habe, wie angedroht, im Archiv gekramt und bin beim O-iO 2014 hängengeblieben.

Das Erste, was mir nach dem Parkieren in Sarnen über den Weg lief (unbeschadet waren wir dem Autobahn-Stau vor Luzern ausgewichen, um dann dafür später in der Innenstadt einige mulmige Momente zu erleben, schafften es aber letztendlich doch ohne gröbere Probleme), war der Mafioso Padrone Ernesto Muratore mit seiner charmanten Begleiterin Beatrice Tenente (siehe untenstehende Bilder), der eigens zu diesem Grossanlass seinen GTA aus der Garage geholt hatte. Stilecht bis ins Detail…

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Das Erste, was wir nach der Ankunft in Sarnen zu sehen kriegten.

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... und was dazu gehörte. Im CCC nicht ganz unbekannte Grössen (allerdings mit einem leicht abartigen Gefährt)!

Wir hatten einige vergnügliche Stunden in Sarnen, und einmal mehr waren wir überrascht ob der schieren Vielfalt von alten Autos und Motorrädern – und der reibungslosen Organisation, die eine derartige Veranstaltung erst möglich macht. Wir waren ja bereits mehrmals am O-iO, aber sooo viele Vehikel haben wir in diesem Rahmen wirklich noch nie gesehen. Neben dem „harten Kern“, den Fahrzeugen, die immer wieder zu sehen sind, waren viele, die zumindest ich noch nie bewusst wahrgenommen habe (beispielsweise der Schirmbildwagen, der mich vorübergehend ins Primarschulalter zurückversetzte). Interessant waren natürlich auch die Gegensätze – Kotflügel an Kotflügel standen Döschwos und Rolls Royces, Lieferwagen neben Spidern, Traktoren neben Luxuslimousinen aus England und USA.

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Little Italy and Great Britain rub shoulders

 

Was mir ebenfalls gefiel, war die Entwicklung der Heckflossen, die ich versucht habe, bildlich festzuhalten (siehe unterste Galerie).

Unglaubliche Vielfalt von Fahrzeugen. Man beachte insbesondere die verschiedenen Stadien der Heckflossen bei den "Amis"

Am Nachmittag dann kam die wohl grösste Herausforderung für die Organisatoren: Die Verschiebung des ganzen Pulks nach Seelisberg.

Dafür gebührt ihnen ein riesengrosser Kranz: abgesehen von einigen kleinen Pannen, die mit alten Fahrzeugen einfach geschehen können (unter Anderem Probleme, einmal mehr, mit der Temperatur), verlief die Verschiebung reibungslos. Beinahe unglaublich.

Ebenfalls sehr eindrücklich war die Aufstellung der Fahrzeuge auf dem Gelände des Eventcenters – beinahe wie der Parkplatz des Goodwood Revival in kleinerem Massstab!

Einfahrt und eindrückliche Aufstellung der Fahrzeuge auf dem Eventcenter Seelisberg

 

Nach einer ruhigen Nacht konnten wir (nach Abstauben des Autos) uns in Sarnen bei strahlender Morgensonne (Ruedi Müller hat wohl wirklich einen Draht nach oben…) wieder unter die noch immer zahlreichen Teilnehmer mischen.

Es war natürlich Ehrensache, mit dem XK trotz wieder hohen Umgebungstemperaturen die gebirgige Route nach Brienz zu wählen, die unter Anderem sozusagen mitten durch die Frühstücksterrasse des Hotels Paxmontana führte, sehr zum Ergötzen der Gäste. Vermutlich war ihr Essen an diesem Morgen besonders würzig….

Nach einem eher mühseligen Überqueren des Brünig (warum nur müssen gewisse Radler am Pfingstsonntag bei brütender Mittagshitze auch genau auf der Hauptstrasse den Pass mit letzter Kraft hochtaumeln, sodass an ein Überholen nicht zu denken ist, will man keine zusätzliche Kühlerfigur, und damit hunderte von Metern Kolonne verursachen??? Gesund kann ja eine solche Übung wirklich nicht sein).

Überfahrt ins Berner Oberland und Aufstellung der Fahrzeuge in lockerer Formation entlang der Seepromenade Brienz

 

Nun ja, zum Abschluss dieses gloriosen Wochenendes durften wir unsere Autos an der Seepromenade in Brienz für die Touristen aufstellen, die mit diesen Sujets wohl einige Gigabite an Speicherplatz in ihren Kameras füllten….

Wir alle haben dieses O-iO in bester Erinnerung – pannen- (jedoch nicht immer vollumfänglich sorgen-frei, siehe Anmerkungen zur Temperatur…), die alten Maschinen bewiesen einmal mehr, dass sie durchaus strapaziert werden können, ohne gleich auseinanderzubrechen.

Und Freude haben sie nicht nur den Besatzungen gemacht, sondern auch den hunderten von Zuschauern, denen wir wieder einmal unser fahrendes Kulturgut näherbringen konnten.

Yours very sincerely

Urs