Ein «Bred-and-Butter Car», klar, ist man versucht zu sagen.
Aber einer, der es in sich hatte, eigentlich eine Art serienmässiger «Sleeper»:
Er lief wie die berühmte Sau (inclusive makellosem Fahrverhalten).
Der Motor war ein wahres Juwel, seiner Zeit deutlich voraus mit DOHC-Konfiguration, bei der der Zahnriemen reissen konnte, ohne dass dies einen Ventilsalat zur Folge gehabt hätte. Er wurde von 2 Stromberg-Vergasern gefüttert und hatte, wie zB der deutlich teurere Jaguar, einen Alu Zylinderkopf. Alle anderen Konkurrenz Produkte von GM (Opel) hatten noch Grauguss Mocken mit Stossstängeli.... Das Getriebe war ebenfalls erste Wahl mit Overdrive im 3. und 4. Gang.
Die Hinterachse war mit Schraubenfedern und Längslenkern und Querstabilisator ebenfalls an der damaligen technologischen Front.
Zudem war das Autos äusserst zuverlässig, es brachte Ueli sicher zwei Mal nach England und wieder zurück ohne das geringste Zeichen einer Unregelmässigkeit.
Ganz besonders erwähnenswert ist der Vauxhall deswegen, weil das Auto eigentlich bereits auf der Abbruchhalde stand, als ein Freund von Ueli es entdeckte und es zu schade für die Schrottpresse fand….
Die obligate Episode
Am Silvester-Nachmittag des Jahres 1981 besuchten Ueli und ich wieder einmal ein Kino.Auf dem Rückweg, bereits kurz nach dem Losfahren, bemerkten wir, wie die Tankanzeige rasant gegen links driftete und sich so langsam ein Benzingeruch bemerkbar machte. Zudem entdeckte Ueli im Rückspiegel eine dunkle Spur, die offensichtlich vom Vauxhall stammte. Nun gut, dachten wir, füllen wir mal auf, dann reicht es schon bis nach Hause.
Nachdem wir jedoch die Kühlerhaube geöffnet und die Vergaserregion inspiziert hatten, gaben wir unser Vorhaben angesichts des munter sprudelnden Benzin-Springbrunnens auf und riefen den TCS-Pannendienst – selbstverständlich hatten wir keinen Ersatz-Schlauch bei uns. Und in der Tankstelle fand sich ebenfalls nicht Passendes – Duck Tape lässt sich ausnahmsweise hier für einmal nicht einsetzen…. Es war saukalt, wir waren beinahe am Boden angefroren, als endlich der TCS-Wagen eintraf. Glücklicherweise konnten wir dann mit vereinten Kräften den Schlauch wechseln und gerade noch rechtzeitig zuhause eintreffen, wo wir bereits mit einer gewissen Unruhe erwartet wurden (Natel gabs damals noch keine….).

