Während der England-Reise, auf der sich der E Type von seiner schlechtesten Seite zeigte, verliebte sich Ueli in den S Type, den sich Cliff Sheldon angeschafft hatte, nachdem er mir seinen MK2 verkauft hatte. Ein besonderes Auto, dessen Interieur mit sehr viel Aufwand im Stil von Rolls Royce restauriert und noch luxuriöser ausgestattet worden war: feinstes Leder überzog die Sitzpolster, die Türpanneaux, sowie alles, was normalerweise mit Kunststoff überzogen ist. Das Holz wurde dunkel gebeizt und mit einer tiefglänzenden Lackschicht überzogen, kurz, im Innern fühlte man sich tatsächlich wie in einem RR. Diese Arbeiten wurden von der «Dream Car Company» durchgeführt, daher der Name.
Erwähnenswert ist die Überführung des Jaguar in die Schweiz an einem mehr als nur nebligen Oktobertag: Start morgens um ca 3 Uhr, Blindflug nach Calais, mit der Fähre nach Dover, wo uns Cliff mit dem 3.8S erwartete. Auch er hatte so seine Probleme gehabt: auf vereister Strasse («black ice») kamen Zugfahrzeug und Anhänger, auf dem der Jaguar stand (Cliff wollte nicht auf eigener Achse nach Dover fahren, um den Wagen blitzsauber abgeben zu können) von der Strasse ab und wurde durch eine Hecke gestoppt…. Glücklicherweise blieben alle Fahrzeuge in Originalposition stehen, sodass ausser einigem Dreck am S Type keine Spuren dieses Ereignisses verblieben.
Übergabe und Fahrt in die Schweiz durch Nacht und Nebel sind ebenfalls in der Galerie festgehalten. Glücklich, aber ordentlich müde kamen wir letztendlich wieder in der Heimat an.
Leider bewahrheitete sich auch hier der Spruch, dass beauty oft nur skindeep ist: Regen drang durch die Scheibendichtungen, der Motor hatte ungesunde Geräusche, die Türen schlossen nicht richtig, kurz, bevor der Traum zum Alptraum wurde, verkaufte Ueli den 3.8S wieder und wendete sich seinem nächsten Projekt zu, einem Triumph GT6 MKII (von diesem sind im Moment leider keine Bilder auffindbar).

